Vernetzte Informationen für maximalen Anwendernutzen

Unsere Dienstleistungen - Das können wir für Sie leisten

Die Vernetzung der Informationen ist ein wesentlicher Bestandteil von Smart Information. Hierbei geht es darum, Informationen mit dem Produkt, mit Nutzungssituationen und mit anderen Informationen zu verknüpfen. Dadurch ist das System später in der Lage, Informationen schnell, zielgerichtet und nutzerspezifisch auszugeben.

Abb. Vernetzte Informationen

Dabei muss sichergestellt werden, dass die potenziell ansteigende Menge an Verknüpfungen auch beherrschbar und pflegbar ist. Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir auf Basis eigens dazu entwickelter Methoden individuelle Konzepte zur Informationsvernetzung und sorgen dafür, dass die Vernetzung auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.

Metadatenstrukturen als Schlüssel der Vernetzung

Den Schlüssel für die Vernetzung bilden die Metadaten, die den einzelnen Inhaltsbausteinen, den Topics, zugewiesen werden. Die Metadaten beschreiben, welche Informationen in einem Topic enthalten sind. Wir haben gute Erfahrungen mit in Baumstrukturen hierarchisch gegliederten Metadaten gemacht (Taxonomie). In der Praxis hat sich besonders die Methode der PI-Kassifizierung nach Prof. Dr. Wolfgang Ziegler von der Hochschule Karlsruhe bewährt.

Dabei wird ein Modul über zwei hierarchische Metadatenbäume klassifiziert:

  • die Produkt-Klasse, die aussagt, über welchen Teil des Produkts (Maschine, Anlage, Software etc.) das Topic Informationen enthält

  • die Informations-Klasse, die aussagt, welche Art von Informationen das Modul beinhaltet

Über diese zwei Koordinaten lassen sich die Informationen in vielen Fällen schon ausreichend klassifizieren, um eine nutzbringende Vernetzung zu erreichen.

Metadaten ins Unternehmen tragen

Die Einführung von Klassifikationssystemen wie der PI-Klassifizierung bringt an sich schon Vorteile, denn so sind Informationen im Redaktionsprozess besser planbar und für den Nutzer besser auffindbar.

Damit die Vernetzung jedoch ihre eigentliche Wirkung entfaltet, ist es sinnvoll, die Klassifikation auch auf andere Bereiche auszudehnen. Dabei bietet es sich an, die Produktklasse als universellen Schlüssel zu verwenden. So ist es möglich, alle Inhalte, die es zu einem Produktbestandteil gibt (z. B. zu einer Baugruppe oder einer Softwarefunktion), gebündelt anzeigen zu lassen. Hierzu muss die Klassifikation lediglich auch in dem führenden Konstruktions- oder Entwicklungssystem mitgeführt werden. Beispielsweise können dann alle oder aber auch nur bestimmte Informationen zu einem Bauteil angezeigt werden, wenn man dieses im 3D-Modell anklickt.

Die Klassifizierung wirkt dabei wie unsichtbare Fäden, die dafür sorgen, dass sich zusammengehörige Puzzleteile finden. Der große Vorteil der Klassifizierung gegenüber der sonst gerne verwendeten Teilenummer besteht darin, dass sie die Verknüpfungen auch dann findet, wenn sie nicht ganz genau passen.

Ein Beispiel

In der Konstruktion werden üblicherweise unterschiedliche Nummern für Bauteile in anderen Farben vergeben. Für die Information zum Einbau des Bauteils ist die Farbe jedoch irrelevant. Die Verknüpfung findet sich über die Klassifikation immer, auch wenn das gleiche Teil in einer neuen Farbe angelegt wurde.

Die Klassifikation erspart an dieser Stelle also das präzise Nachhalten sämtlicher Konstruktionsänderungen im Informationsraum.

Gleiches gilt auch für allgemeinere Informationen, die für viele verschiedene Konstruktionsvarianten gültig sind.

Über die Klassifikation ist es also möglich, mit dem virtuellen Zwilling des Produkts zu verknüpfen und so die Informationen passend zum Nutzer zu bringen.

Informationssysteme vernetzen

Die für interne und externe Nutzer relevanten Informationen liegen oft nicht in einem einzigen generalistischen System, sondern in mehreren auf ihre jeweilige Aufgabe spezialisierten Systemen. So finden sich die Betriebsanleitung und die Serviceinformation im Redaktionssystem, Ersatzteilinformationen im ERP oder einem speziellen Ersatzteilkatalogsystem, Produktdaten im PDM-System und so weiter. In der Nutzungssituation möchte der Anwender natürlich nicht je nach Informationsart in unterschiedlichen Systemen nachschlagen.

Über eine einheitliche Klassifizierung haben wir die Möglichkeit, diese Informationen miteinander zu vernetzen und über ein Viewer-System im Sinne eines „Single Point of Information“ anzubieten.

Abb. Single Point of Information

Alternativ besteht auch die Möglichkeit, verschiedene Viewer zu verknüpfen, so dass der Nutzer zwischen diesen hin und her springen kann und dabei immer sofort die passenden Informationen angezeigt bekommt.

So fühlt sich der Nutzer immer bestens informiert und kann sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Vernetze Strukturen sicher und nachhaltig betreiben

Bei der Einführung der Vernetzung gibt es drei große Herausforderungen.

1.

die Konzeption einer tragenden Klassifizierung

2.

die Implementierung der Klassifikation in die verschiedenen Systeme

3.

die Klassifikation der Informationseinheiten (z. B. Topics)

Erfahrungsgemäß ist die dritte Herausforderung die größte, denn während der Klassifikation stellt man häufig fest, dass Inhalte nicht klar getrennt sind und aufgeteilt werden müssen oder einfach noch nicht existieren. Auch die schiere Menge an Informationseinheiten ist häufig eine Herausforderung.

Letztlich gilt es Prozesse aufzubauen, die sicherstellen, dass die Metadaten korrekt vergeben werden. Denn von deren Korrektheit hängt ab, wie gut die automatische Verlinkung in der Nutzungssituation funktioniert. Auch hier können Sie auf unsere Methoden und Erfahrungen zurückgreifen.